Jetzt geht's um dich!
Natürlich schütze ich das, was mir wichtig ist!
Nikola, 26 Jahre, aus Pforzheim
„In seinen 20ern denkt man eigentlich nicht über Berufsunfähigkeit nach. Ich mittlerweile schon.“
Ein kaputtes Smartphone ersetzt man schnell. Aber was passiert, wenn plötzlich der eigene Rücken nicht mehr mitmacht? Oder man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann? Diese Frage habe ich mir früher ehrlich gesagt nie gestellt. Bis etwas passiert ist.
Als mir klar wurde, wie schnell es gehen kann …
Ich bin gelernter Kfz-Mechatroniker und arbeite heute als Maschinenbediener an einer Schleifmaschine. Körperlich ist das kein leichter Job. Schon mit 23 habe ich gemerkt: Mein Rücken macht nicht alles mit. Gerade in handwerklichen Berufen merkst du schnell, dass Gesundheit kein Selbstläufer ist. Ein Erlebnis ist mir besonders hängen geblieben: Ich war mit zwei Kollegen unter einem Auto beschäftigt, als es plötzlich kritisch wurde. Das Fahrzeug drohte, herunterzufallen. Zu dritt konnten wir es gerade noch stabilisieren. Ein Schockmoment. Danach sagte ein Kollege nur: „Für sowas hat man eine Berufsunfähigkeitsversicherung.“ Ich wusste damals nicht einmal genau, was das ist.
Was passiert, wenn ich plötzlich nicht mehr arbeiten kann?
Ab da habe ich angefangen nachzudenken. Was ist, wenn ich mir bei der Arbeit einen Wirbel verletze? Wenn mein Rücken dauerhaft nicht mehr mitmacht? Wenn Gelenke kaputtgehen oder Krankheiten dazukommen? Viele denken bei Berufsunfähigkeit nur an schwere Unfälle. Dabei können auch psychische Belastungen oder Erkrankungen dazu führen, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Aber auch in der Freizeit kann etwas passieren. Ich spiele Fußball und habe mir mit 16 schon mal das Sprunggelenk gebrochen. Vor Kurzem habe ich außerdem meinen Motorradführerschein gemacht. Das Gefühl ist schwer zu beschreiben: Freiheit, Adrenalin – aber auch Respekt vor der Gefahr. Einmal hatte ich schon eine Schrecksekunde wegen Wild auf der Straße. Zum Glück ist nichts passiert.
Berufsunfähigkeitsversicherung statt Versorgungslücke
Zu Hause habe ich dann mit meinen Eltern darüber gesprochen. Die meinten direkt: „Darum solltest du dich kümmern.“ Also habe ich mich beraten lassen. Mir wurde schnell klar: Wenn ich länger nicht arbeiten könnte, hätte ich ein echtes Problem. Dann würde ich entweder meinen Eltern auf der Tasche liegen, meine Freundin belasten oder auf staatliche Leistungen wie die Erwerbsminderungsrente angewiesen sein. Und genau da entsteht oft eine Versorgungslücke, also die Lücke zwischen dem, was du brauchst, und dem, was tatsächlich reinkommt. Ich will das nicht. Ich will später eher meine Eltern unterstützen, nicht andersherum.
60 Euro im Monat? Ehrlich gesagt fair
Am Anfang klang das Thema Versicherung für mich nach Papierkram, Klauseln und Kosten. Rund 60 Euro im Monat sollte meine Berufsunfähigkeitsversicherung damals kosten. Aber wenn ich ehrlich bin, ein Abend feiern gehen kostet auch schnell 80 bis 100 Euro. Also dachte ich: „Dann investiere ich lieber in etwas, das mir langfristig Sicherheit gibt.“ Seitdem habe ich ein besseres Gefühl – egal ob bei der Arbeit oder wenn ich aufs Motorrad steige.
Mein Rat an alle, die das Thema Berufsunfähigkeit noch vor sich herschieben
Viele in unserem Alter denken: „Mach ich später.“ Ich sage, lieber früh kümmern. Denn wenn du jung bist, sind die Beiträge oft günstiger, Vorerkrankungen spielen häufig noch keine Rolle, du sicherst dein Einkommen früh ab und schließt mögliche Versorgungslücken rechtzeitig.
Mein Fazit: Ein kaputtes Smartphone ersetzt du in zwei Tagen. Deine Arbeitskraft nicht. Darum ist Vorsorge für mich heute selbstverständlich.
Experten-Tipps zum Thema BU-Versicherung
Vanessa Kandlin, Versicherungsexpertin der Sparkasse
Was passiert eigentlich, wenn man seinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausführen kann? Welche Gründe könnten das sein? Wie viel kostet eine solche Absicherung? Und wann greift die Versicherung eigentlich?
Red Chilly hat für dich die Antworten. Im Interview mit einer der Fachberaterinnen der Sparkasse Pforzheim Calw erfährst du vieles rund um das Thema BU-Versicherung.
Was nach dem Unfall wirklich zählt!
Nach einem Unfall oder einer längeren Krankheit zahlt der Arbeitgeber zunächst bis zu sechs Wochen das Gehalt weiter. Anschließend übernimmt die gesetzliche Krankenkasse und zahlt Krankengeld für bis zu 78 Wochen. Danach endet die staatliche Absicherung in der Regel, sodass die finanzielle Lücke durch eine private Absicherung geschlossen werden muss.
Was bedeutet eigentlich „berufsunfähig“ und worin liegt der Unterschied zur Erwerbsunfähigkeit?
Von Berufsunfähigkeit spricht man in der Regel, wenn jemand seinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen voraussichtlich mindestens 6 Monate lang nicht mehr als 50 % ausüben kann. Dabei zählt immer der konkrete Beruf, den man zuletzt ausgeübt hat. Erwerbsunfähigkeit bzw. Erwerbsminderung bedeutet dagegen, dass jemand generell kaum oder gar nicht mehr arbeiten kann, unabhängig vom Beruf. Die staatliche Absicherung orientiert sich in Deutschland an dem Grad der Erwerbsminderung und nicht am zuletzt ausgeübten Job. Deshalb kann es passieren, dass man in seinem aktuellen Beruf nicht mehr tätig sein kann, aber trotzdem keinen oder nur einen begrenzten Anspruch auf staatliche Geld- Leistungen hat.
Was sind denn die häufigsten Gründe für die Berufsunfähigkeit?
Vor allem psychische Erkrankungen und Nervenkrankheiten sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Über 1/3 der Fälle von Berufsunfähigkeit gehen auf diese beiden Gründe zurück. Gefolgt von Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates. Neben dem auffälligsten Trend – der Zunahme von psychischen Leiden wie Depressionen oder Burnout – ist eine weitere Entwicklung erkennbar: Die starke Zunahme der Leistungsfälle. Jeder 4. Arbeitnehmer ist heutzutage im Laufe seines Lebens betroffen.
Wer sollte eigentlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?
Kurz gesagt: Jeder! Der Schutz im Falle einer Berufsunfähigkeit ist absolut ratsam. Die Versicherung bewahrt uns davor, in eine finanzielle Notsituation zu geraten, wenn wir unseren Beruf wegen einer Krankheit oder eines Unfalls länger als voraussichtlich 6 Monate oder gar dauerhaft nicht mehr ausüben können. Daher sollten sich alle Arbeitnehmer, Auszubildende, Selbständige und Freiberufler sowie auch die nicht Erwerbstätigen (z.B. Hausfrauen/-männer) rechtzeitig damit auseinandersetzen.
Warum sollten gerade junge Berufseinsteiger eine BU-Versicherung abschließen?
Man muss beachten, dass Auszubildende, Studenten und Berufseinsteiger in den ersten fünf Jahren nur in wenigen Fällen eine staatliche Absicherung (=Erwerbsminderungsrente) haben.
Daher ist für diese Zielgruppen eine private Absicherung besonders wichtig. Die Höhe und die Ausgestaltung hängen von verschiedenen Faktoren ab. So kommt es unter anderem auf die Vertragslaufzeit, den ausgeübten Beruf bzw. die Ausbildung, die Höhe der Berufsunfähigkeits-Rente und das Eintrittsalter an. Aber auch eventuelle Vorerkrankungen sowie der Beruf spielen eine wichtige Rolle.
Faustregel: Je jünger, je gesünder der Versicherte, je geringer das Risiko, desto niedriger der Beitrag
Wer hat Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente vom Staat?
Wer 1961 oder später geboren wurde, bekommt die volle Erwerbsminderungsrente nur, wenn er in keinem Beruf mehr als drei Stunden täglich arbeiten kann. Die volle Erwerbsminderungsrente beträgt dabei meist weniger als ein Drittel des letzten Bruttogehalts. Wer drei bis sechs Stunden am Tag arbeiten kann, bekommt meist nur eine halbe Erwerbsminderungsrente. Wer sechs Stunden oder mehr am Tag arbeiten kann hat keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.
Wichtig: Voraussetzung ist außerdem, dass man mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat.
Du interessierst dich für mehr? Dann lass es uns wissen! Auf was du bei den Versicherungs-Angeboten achten solltest, haben wir dir hier auf einer Seite zusammengefasst.
Tipps zum Ausdrucken (pdf-Datei)