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#Contest-Sieger

Bruder des Red-Chilly-Contest-Siegers: Mattia Scarpa
Alter: 27 Jahre

 

Sein Gesichtsausdruck wirkt müde und seine Augen deuten darauf hin, dass harte Wochen hinter Mattia Scarpa liegen. Kein Wunder: Ein eigenes Unternehmen gründen zu wollen ist keine einfache Aufgabe. Als Teammitglied und Bruder von Daniele Scarpa, Gewinner des Red-Chilly-Contest 2015, kümmert sich Mattia Scarpa überwiegend um die rechtliche Seite der Unternehmensgründung und hält somit allen den Rücken frei. Seine Müdigkeit ist auf einmal wie weggeblasen, als er voller Euphorie über die letzten Wochen berichtet. Eine seiner großen Herausforderungen war zum Beispiel die Erstellung eines Businessplans.

Obwohl das Team bereits ahnte, dass dieses Projekt nicht einfach werden würde, haben sich die jungen Unternehmer bewusst dafür entschieden den Businessplan (kurz BP) selbst zu erstellen. Zweifelsfrei macht ein solcher Plan Sinn, schließlich wollen die jungen Gründer ein Gesamtbild der anstehenden Unternehmung gewinnen und die Entwicklung im Auge behalten. Wenn ein Businessplan gut gegliedert und übersichtlich erstellt wurde, ist er ein wichtiger Wegbereiter und Zielführer für die anstehende Unternehmung.

Jeder Businessplan ist individuell

„Bei der Erstellung ist mir schnell aufgefallen, dass jeder BP individuell ist und es für die Erstellung kein Geheimrezept gibt“, erklärt Mattia Scarpa bei einem Treffen, fast ein halbes Jahr nachdem das Team den Red-Chilly-Contest gewonnen hatte. An die Anleitung nach nur einem einzigen Handbuch hatte sich Scarpa allerdings nicht gehalten.

Viel Literatur und Online-Artikel auf diversen Websites, sowie Gespräche mit erfahrenen Personen aus Wirtschaft und Lehre, das war sein Erfolgsrezept. Für seine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse ist der heute 27-Jährige sehr dankbar: „Meine Ausbildung und mein Studium haben mir in vielerlei Hinsicht sehr geholfen, speziell im rechtlichen Bereich.“ Doch selbst mit BWL-Kenntnissen stieß auch Mattia an seine Grenzen. „Um wirklich Aussagekraft zu gewährleisten, sollte der Verfasser des BP gute Kenntnisse in BWL haben und selbst dann noch den BP von einem Experten bewerten lassen.“

 

 

Marktforschung auf eigene Faust

Eine klare Aussage sollte ein Businessplan auch über die Konkurrenz und somit über den Markt, auf dem das Produkt angeboten wird, liefern. „Wegen mangelnder Zeit und vor allem wegen geringem Kapital bin ich bei der Marktanalyse auf Schwierigkeiten gestoßen“, erklärt Mattia Scarpa. Um Marktforschung korrekt zu betreiben bleibt oft keine andere Wahl als ein Marktforschungsunternehmen zu beauftragen. Das kostet jedoch viel Geld und Zeit. Den meisten Gründern fehlt beides, wie auch Scarpa und seinen Kollegen.

Die Frage, ob Marktforschung im vollen Rahmen im Anfangsstadium eines kleinen Unternehmens sinnvoll ist, sei dahingestellt und ist in der Literatur stark umstritten. Bei eigener Recherche können hier enorme Kosten gespart werden. Das Team beschloss, sich einer eigenen, nicht repräsentativen Marktforschung zu bedienen. Die meisten Informationen recherchierte Mattia dabei im Netz. Hierbei halfen ihm Daten der Industrie und Handelskammer sehr weiter. Sie dienten als Grundlage für aufwändig erstellte Hochrechnungen, um die Anzahl der Tätowierer in ganz Deutschland, zu beziffern. „Dazu habe ich alle IHK´s in Deutschland angeschrieben bzw. angerufen. Das war sehr viel Arbeit“, erklärt der 27-Jährige. Vergleiche mit diversen Presseartikeln, z. B. aus dem Bundestag zum Thema Gesundheit, bestätigten seine Hochrechnungen.

 

 

Tipps von Mattia

  • Für einen BP sollte sich jeder ausreichend Zeit einplanen, da die Recherche schnell ein Drittel der Zeit oder mehr im Erstellungsprozesse einnehmen kann. Vor allem in einem speziellen Markt über den es wenige Informationen gibt.
  • Gutes Zeitmanagement ist am wichtigsten: Speziell für die Recherche muss genügend Zeit und zwingend ein zeitlicher Puffer eingeplant werden, falls mal etwas nicht so läuft wie geplant.
  • Kommunikation mit den Partnern ist wichtig: Eine ständige Absprache verfeinert den BP. Die Kontrolle nach dem „Vieraugenprinzip“ hat sich bewährt, da man als Verfasser schnell den Blick für die Details verlieren kann.
  • Ein BP sollte bis zur Vorlage bei den Investoren, Geschäftspartnern etc. nicht als abgeschlossen angesehen werden: Ein BP ist dynamisch und hat eigentlich nie einen wirklichen Endpunkt und kann optimal als strategisches Tool weiterhin genutzt werden.
  • Wichtig ist den roten Faden im Auge zu behalten: So empfehle ich zu Beginn des Schreibprozesse alle Kapitel kurz anzureißen, um sie dann nach und nach ausformulieren zu können. Somit erhält man ein umfassendes Gesamtbild.

Fazit:

Zusammengefasst kann Mattia Scarpa jedem Start-Up-Gründer raten: „Ohne Businessplan - keine Existenzgründung! Der Businessplan öffnet einem die Augen für Dinge, an die man bisher nicht gedacht hat. Bei der Erstellung lernt man viel über das eigene Unternehmen, den Markt und auch über sich selbst. Und dies ist die beste Voraussetzung für den späteren Erfolg. Kommt man bei der Erstellung an seine Grenzen, dann sollte man die Hilfe des Experten nicht scheuen.“


Red-Chilly-Tipp:

Wenn Du gerade ebenfalls dabei bist, ein Unternehmen zu gründen und einen BP zu erstellen, dann schau Dir die Software „SmartBusinessPlan“ an. Mit diesem Tool kannst Du Deinen kompletten, druckfertigen Businessplan, inkl. Finanzteil erstellen.

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